E-Shisha: Wie schädlich ist sie wirklich?

Die E-Shisha liegt im Trend. Aber wie schädlich ist sie? / Foto: pexels - pixabay.com
Die E-Shisha liegt im Trend. Aber wie schädlich ist sie? / Foto: pexels - pixabay.com
Patrick Büttgen

Patrick Büttgen

…ist studierter Technikjournalist und fühlt sich in der Medienwelt zu Hause, seit er denken kann. Beruflich hat er daher bereits als freier Redakteur für u.a. www.chip.de, als Onlineredakteur für den TV-Sender „phoenix“, als technischer Redakteur für Europas größten ECM-Hersteller sowie als Content Manager für ein großes Online-Versandhaus Erfahrungen gesammelt. In seiner Freizeit fotografiert er gerne und fährt Jetski.

11 Antworten

  1. Berti sagt:

    E – Zigaretten führen ganz sicher nicht zu einer Popcornlunge, denn dazu ist die Konzentration viel zu gering.

    • Patrick Büttgen Patrick Büttgen sagt:

      Hallo Berti, im Text steht lediglich, dass der Stoff zu einer Popcorn-Lunge führen kann. Dennoch ist die Konzentration in einigen Liquids sehr hoch:

      „Die Verbreitung von Diacetyl und den strukturverwandten Aromen ist in diesen Produkten möglicherweise sehr hoch. In einer aktuellen Studie, die 159 Proben von 36 Her- stellern aus insgesamt sieben Ländern umfasste, wurden Diacetyl und/oder 2,3-Pentandion in 74 % der untersuchten Proben nachgewiesen (Farsalinos et al. 2015). Die höchsten Kon- zentrationen lagen für Konzentrate bei etwa 32 mg pro Milliliter und für handelsübliche Li- quids (Nachfüllpackungen) bei 10,6 mg pro Milliliter. Nach Schätzungen des BfR (Hutzler et al. 2014) entspricht ein Milliliter Liquid etwa 8,25 Litern Aerosol (etwa 150 Züge zu jeweils 55 ml). Die Konzentration von Diacetyl im inhalierten Aerosol würde auf Basis dieser Werte bei ca.1280 mg pro m3 liegen. Auch wenn es sich bei derartig hoch-dosierten Proben um Einzel- fälle handelt, bestehen in diesen Fällen akute gesundheitliche Risiken.“

      Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung

      Danke für deinen Kommentar,
      Patrick

  2. E-Shisha-Hilfe sagt:

    Ein Satz in dem Text müssen sich leider noch ganz viele Dämpfer merken: „Nur weil Giftstoffe nicht verbrannt werden, sind sie nicht verschwunden“.

    Meiner Meinung nach werden selbst von vielen Dampfern die Folgen und Gefahren ignoriert, was sehr gefährlich ist. Dampfen ist vielleicht nicht so schädlich wie Zigaretten, dennoch bin ich mir sicher, dass ein Apfel gesünder ist!

    Beste Grüße
    Marcel von E-Shisha-Hilfe

    • Patrick Büttgen Patrick Büttgen sagt:

      Hallo Marcel,

      eben. Das E-Shishas im Vergleich zu klassischen Zigaretten völlig unbedenklich sind, ist ein Irrglaube. Sie stellen lediglich das kleinere Übel dar. Gesundheitsschäden kann man durch sie ebenso davontragen.

      viele Grüße und Danke für deinen Kommentar,
      Patrick

    • Christof sagt:

      Dann nennen mir mal die Folgen und gefahren.
      Zähl bitte mal ein paar auf.

      • Patrick Büttgen Patrick Büttgen sagt:

        Hallo Christof,

        es existieren zu E-Shishas bislang keine Langzeitstudien. Die Produkte sind noch zu neu, nicht lang genug auf dem Markt. Dass Nikotin zur Sucht führt, dürfte weitestgehend bekannt sein. Propylenglykol führt zu gereizten Atemwegen und Schleimhäuten. Diest ist keine Behauptung, die ich aufgestellt habe, sondern eine Aussage des deutschen Krebsforschungszentrums. Diacetyl, 3-Hydroxy-2-butanon und Acetylpropionyl sind ebenfalls schädlich (Diacetyl – Popcorn-Lunge). Natürlich kommt es dabei auf die konsumierte Dosis an.

        Es fehlt an Langzeitstudien. Bis diese veröffentlich sind, wird man wahrscheinlich keine genaue Aussage treffen können. Dass Nikotin, Diacetyl und Propylenglykol schädlich sein können, ist jedoch bereits ausreichend bewiesen.

        Dennoch:

        „Wer den Dampf inhaliert, nimmt große Mengen davon über die Atemwege in die Lunge auf. Das kann laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zu Reizungen der oberen Atemwege führen und die Lungenfunk­tion beein­trächtigen. Das DKFZ nennt weitere beschriebene Kurz­zeit­folgen: Reizungen der Augen und des Mundes, Husten, Zahn­fleisch­bluten, Kopf­schmerzen, Schwindel, Übel­keit, Müdig­keit und Schlaflosig­keit.“

        Quelle

        Auch dir danke für deinen Kommentar.
        Patrick

  3. Christof sagt:

    Moin
    Wie sollen denn Langzeitstudien aussehen? Dann müssten doch Nichtraucher zum dampfen gezwungen werden.
    Wenn ich jetzt erkranke, kanns doch auch noch mit dem früheren rauchen zusammenhängen.
    Sorry aber diese Studien wird es niemals geben.
    Aber es ist ja bekannt das dies ein gerne genutztes Argument ist.
    Wenn ich meine Atemwege reize (ich reize diese ja nicht permanent), ist dies denn gefährlich oder schädlich?
    Das Produkt gibt es seit 10 Jahren auf dem Markt und man weiß nichts angeblich nichts drüber (wegen fehlender Langzeitstudie) ist schon mal sehr schlecht. Wie schnell werden denn neue Medikament freigegeben für den Markt? Gibt es da Langzeitstudien.
    Ich sag nur Champix (Rauchentwöhnungsmittel), 500 Tote und über 1000 (in etwa stimmen die Zahlen) Suizidversuche seit 2014.
    Nikotin und Sucht; da denk ich mir meinen teil rüber, will ich hier auch nicht groß diskutieren.
    Nikotinsucht kenne ich auch nicht, ich kenne nur Tabaksucht.

    Und jetzt nochmal zu meiner unbeantworteten Frage: Was sind die Folgen und Gefahren vom dampfen?
    Bitte mal ein paar nennen!
    Wenn an recherchiert, muss man mal drauf achten, es wird sehr viel im konjunktiv geschrieben.

    Ich will das dampfen mit Sicherheit nicht verharmlosen, aber die Negativpropaganda die dort abläuft kann verdammt gefährlich werden!

    • Patrick Büttgen Patrick Büttgen sagt:

      Hallo Christof,
      weshalb soll es solche Studien nicht geben? Wenn ich deiner Argumentation folge, gäbe es auch keine Langzeitstudien zu harten Drogen – doch die gibt es. Wenn du permanent dampfst, dann reizt du deine Atemwege durchaus ebenso permanent. Du schadest den Atemwegen, sonst wären sie nicht gereizt. Wie sich das langfristig auswirken kann, ist eben noch nicht ausreichend untersucht. Streitest du ab, dass es Nikotinabhängigkeit gibt? Nicht ernsthaft oder?

      Gerne nenne ich dir die Folgen ein weiteres Mal:

      „Wer den Dampf inhaliert, nimmt große Mengen davon über die Atemwege in die Lunge auf. Das kann laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zu Reizungen der oberen Atemwege führen und die Lungenfunk­tion beein­trächtigen. Das DKFZ nennt weitere beschriebene Kurz­zeit­folgen: Reizungen der Augen und des Mundes, Husten, Zahn­fleisch­bluten, Kopf­schmerzen, Schwindel, Übel­keit, Müdig­keit und Schlaflosig­keit.“ (Quelle)

      Ist es wirklich Negativpropaganda? Oder Aufklärung? Ich wüsste nicht, dass ich permanent mit dem Ziel beeinflusst werde, schlecht von E-Shishas zu denken.

      Weshalb kann die „Negativpropaganda“ gefährlich werden? Wenn ich dieser Folge, dann dampfe ich eben nicht. Nicht mehr und nicht weniger.

      Danke für deinen Kommentar

  4. Arno Kurtenacker sagt:

    Was du da schreibst, kann ich so nicht unkommentiert stehen lassen.

    Fangen wir mal beim Nikotin an. Du beschwörst in einen Kommentar das Suchtpotential von Nikotin. Wie ist es dann möglich, dass Nikotin als Mittel zur Entwöhnung von der Tabaksucht zugelassen ist? Und wo sind die ganzen Süchtigen nach Nikotinkaugummis, -pflaster, … ? Laut Prof. Dr. Mayer gilt es hier den Unterschied zwischen der Suchterzeugung und der Suchterhaltung zu beachten. Das hohe Suchtpotential von Tabakzigaretten begründet sich in einem Zusammenspiel verschiedener Stoffe, die so weder in Nikotinpräperaten noch in der E-Zigarette vorkommen (insbesondere Acetaldehyd, das bei der Verbrennung entsteht)

    Die Diacetylkonzentration in Liquids wurde von Dr. Allen et.al. untersucht. Zunächst mal sollte man Milligramm und Mikrogramm nicht verwechseln. Das ist vielen in diesem Kontext passiert. Wenn man von einem Ausreißer absieht (es war das Aroma „Pflaumenschnaps“ mit 238,9 Mikrogramm / Tagesmenge) lagen die Tagesmengen zwischen 0 und 38,4 Mikrogramm Diacetyl pro Tag. Zum Vergleich: Dr Fujioka kommt auf 301 bis 433 Mikrogramm pro Tabakzigarette, die dort prozessbedingt entstehen. Also entsteht in einer Tabakzigarette zehnmal mehr Diacetyl als in einer Tagesmenge an Liquid. Hast schon mal jemand gehört, dass Tabakrauchen Popcornlunge verursacht?

    Viele Giftstoffe in der Tabakzigarette entstehen übrigens erst durch den Verbrennungsvorgang . Selbst die kleinen Mengen in der E-Zigarette kommen meist von Prozessen direkt an der Heizwendel (insbesondere bei schlechter Luftzufuhr). Und in diesem Bereich hat sich die Technik in den letzten Jahren so weit verbessert, dass der Schadstoffgehalt um mehrere Potenzen zurückgegangen ist. Da gab es auch mal eine Untersuchung zu, die ich aber auf die Schnelle nicht mehr im Kopf habe.

    Ich schließe mich hier Christof an: Ich will nichts verharmlosen. Nichtrauchen und Nichtdampfen ist sicherlich das Beste, was man seinem Körper antun kann. Aber als ehemaliger, langjähriger Raucher weiß ich auch, wie schwer es ist, vom Tabak wegzukommen. Und dann ist die E-Zigarette um Welten das geringere Übel – übrigens auch für die nichtrauchende Umgebung: kein Gestank, kein ungefilterter Nebenstrom, keine Kippenreste auf dem Boden, …

    Ich bin jedenfalls froh, dass ich seit nun drei Jahren mit Hilfe der E-Zigarette keine Tabakzigarette mehr angerührt habe. Mein Gesundheitszustand hat sich dramatisch verbessert. Kein Asthmaspray mehr gegen des COPD, keine Herzrhythmusstörungen mehr und ein besseres Allgemeinbefinden.

    • Patrick Büttgen Patrick Büttgen sagt:

      Hallo Arno,

      das mag durchaus stimmen. Dennoch ist bewiesen, dass Nikotin über die Dopamin-Ausschüttung mitverantwortlich für die Suchtentwicklung ist.
      Dass Tabakzigaretten eine Popcorn-Lunge verursachen sollen, habe ich jedoch noch nicht gehört.

      Vielen Dank für deine Anregungen, die in die gleiche Richtung gehen, wie die Aussage meines Artikels: die E-Shisha ist das kleinere Übel. Nicht ganz bedenkenlos, aber dennoch lange nicht so schädlich wie Tabakzigaretten. Das ist ja auch nur die logische Folge, wenn man die Inhaltsstoffe von E-Shishas/Zigaretten mit denen von Tabakzigaretten vergleicht (schon von der Anzahl her).

      Freu mich, dass du seit Jahren Nichtraucher bist und nun gesünder lebst :)!
      Patrick

  5. Christof sagt:

    Alles klar.
    Ich lass es mal besser sein.
    Viel Spaß noch

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